![]() Zu meinen Bildern Androgyne Figuren und fiktive Tiergestalten: die Wesen in Hippelis Malerei bleiben auch bei eingehender Betrachtung mehrdeutig - und regen so zum Dialog an. Dass wir nicht mit Sicherheit sagen können, ob sie zueinander finden, weiter auf der Suche sein werden, wohin sie sich bewegen, ob allein oder zusammen - mit diesen Fragen laden uns die Bilder augenzwinkernd dazu ein, weiter nachzudenken. In der Dimension des fiktiven Raumes, der bisweilen durch einen Horizont große Weite suggeriert, kommen uns die ProtagonistInnen entgegen, oft sehr nahe. Sie fordern uns auf eindringliche Weise auf, ihre Welt zu ergründen. Dieser charmanten Einladung kann man selten widerstehen. C. Schneider Arche Noah der Malerei Als die Tiere- und Menschenpaare sich vor den biblischen Sintfluten auf die Arche des Noah flüchteten und ziellos im Gewittersturm auf dem Ozeane seekrank umherschlingerten und irgendwann auf dem Berg Ararat strandeten und von dort aus die Welt neu besiedelten... – ... als die Tiere und Menschen sich vor den medialen Bilderfluten in die fränkischen Wälder flüchteten und ziellos umherirrten, fanden sie eine Heimstatt bei Sabine Hippeli im Atelier, die später mit ihnen im Gepäckwagen in Berlin strandete und die nun von hier aus neu in die Welt hinausgehen: Paare, die Pläne und Zukunft haben, Elche, die Bratwürste lieben, Südseematronen, Blumenkelche und Schlinggewächse, auch Paare, die nur herumstehen dafür aber wettlaufenden Pferden und Hasen zuschauen, hungrige Tüpfelhyänen und sanfte Rehluder, Tasmanische Teufel, rassige Hunde und eilige Straußenvögel und Hoppe-Hoppe-Reiter: Vorwärts zu neuer Primamalerei. Und so kommt es, dass es in Berlin wieder Bilder für die schönere Zukunft gibt, wenn die unselige unsägliche Bilderflut verebbt sein wird. Prima Malerei. Norbert Nering, Galerie Nering + Stern |